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Zecken

03.08.2008
Gastautor
Hier lauern Zecken! Foto: steff74, aboutpixel.de

Wo Zecken lauern

Spaziergänge im Wald, durchs Unterholz stromern, über Wiesen laufen, picknicken, an Bächen entlang schlendern – schöne Tage in der Natur genießen und sich erholen. Herrlich. Doch genau dort lauern Zecken besonders gern. Sogar im eigenen Garten können Zecken sein. Durch den Stich einer infizierten Zecke werden Viren, Bakterien und auch Parasiten auf den Menschen übertragen.

Zecken – die Blutsauger

Es gibt nicht die eine Zeckenart. Die Anzahl der Zeckenarten, die weltweit existieren, variiert zwischen 600 bis 800. In Europa kommt vor allem der Gemeine Holzbock sehr häufig vor. Da sich Zecken vom Blut anderer Tiere sowie vom Menschen ernähren, können sie mit einem Stich Viren, Bakterien und auch Parasiten übertragen, die so in die Blutbahn gelangen. Beim Menschen können diese Erreger ernste Erkrankungen wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzaphalitis (FSME) auslösen. Doch obwohl es „Frühsommer“ heißt, sind Zecken von April bis November aktiv – in ganz Deutschland.

Zecken und durch sie ausgelöste Krankheiten

FSME und Borreliose gehören wohl zu den bekanntesten Krankheiten, die durch den Stich einer Zecke ausgelöst werden. Während FSME durch Viren ausgelöst und vom Gemeinen Holzbock übertragen wird, ist Lyme Borreliose eine bakterielle Erkrankung, die von Schildzecken übertragen wird und vor allem auf der nördlichen Erdkugel auftritt. Die Frühsommer-Meningoenzaphalitis verläuft meist in zwei Stadien: Die erste ähnelt durchaus einer grippeähnlichen Erkrankung und ist daher nicht sofort eindeutig zu diagnostizieren. Die zweite Phase ist die Entzündung des Gehirns, der Gehirnhäute sowie des Rückenmarkes. FSME kann auch tödlich enden. Bei der Lyme Borreliose verläuft die Erkrankung in drei Phasen: der Stich ist lokal gerötet. 2. Es kommt zur Streuung des Erregers, neurologische Reiz- und Ausfallerscheinungen treten auf. 3. Chronische Infektion bei der jedes Organ, Gelenke, Gewebe und das Nervensystem betroffen sein können.

Zeckenstichen vorbeugen

Bei einem Ausflug in die Natur schützt Kleidung wie lange Hosen, Strümpfe, langärmlige T-Shirts und geschlossene Schuhe nicht vor Zeckenstichen, aber sie verringert das Risiko ein wenig. Stecken Sie die Hose in die Strümpfe, damit Zecken, die auf Gräsern und im Unterholz lauern, kein direkter Hautkontakt ermöglicht wird. Wählen Sie helle Kleidung, damit Sie die Zecken besser erkennen können. Bleiben Sie beim Waldspaziergang auf dem Weg und meiden Sie das Unterholz, Gebüsche und hohe Gräser. Suchen Sie zu Hause Ihren Körper gründlich nach Zecken ab. Achten Sie vor allem auf warme Körpergegenden: also Achseln, Kopf, Hals, zwischen den Beinen, Kniekehlen, hinter den Ohren. Auch Haustiere sollten regelmäßig nach Zecken abgesucht werden. Wer in FSME-Risikogebieten lebt oder in diese reist, sollte sich impfen lassen.

Zeckenstich behandeln – Zecken entfernen

Reinigen Sie Ihre Hände, desinfizieren Sie Zeckenstiche sorgfältig und bedecken diesen mit einem Pflasterverband. Überprüfen Sie Ihren Tetanusschutz anhand Ihres Impfpasses oder direkt bei Ihrem Hausarzt. Steckt die Zecke noch in der Haut, entfernen Sie diese mit einer feinen Pinzette. Drehen Sie die Pinzette nicht, sondern ziehen Sie die Zecke gerade heraus! Suchen Sie Ihren Hausarzt auf, wenn Sie unsicher sind, ob Sie die Zecke vollständig entfernt haben. Da das Entfernen einer Zecke nicht vor Infektionen schützt, ist bei jedem Zeckenstich ein Gang zum Hausarzt ratsam.

Text von Dominique K. Dethlefs dkd-text.de

Zeckenbiss und nun? Wie erkennt man Borreliose?

Mehr zur Frage, was man nach einem Zeckenbiss tun sollte, wie man Borreliose erkennt und was Wanderröte ist: Lyme Borreliose Infoportal

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